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Innovation und Vernetzung in der Traumabehandlung im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes (Projektbericht)

Das Deutsche Rote Kreuz führt mit Unterstützung durch die Europäische Kommission Im Rahmen der Initiative zur Förderung der Demokratie und zum Schutz der Menschenrechte (Haushaltskapitel B7-70) ein Projekt zur Entwicklung neuer Therapieansätze für traumatisierte Personen und Gewaltopfer durch. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Optimierung der therapeutischen Leistungen für Gewaltopfer und Traumatisierte.

Realisiert wird dies durch die projektspezifischen Zielsetzungen:

Entwicklung eines innovativen Therapieansatzes durch interdisziplinäre Kooperation:

    • Ganzheitlicher Ansatz, der alle Aspekte der Lebenssituation Traumatisierter erfasst;
    • Identifizierung und Behandlung der Gewaltopfer insbesondere der Most Vulnerable (Kinder, Frauen, Alte, Behinderte);
    • Behandlung aller psychischen Störungen (insbesondere posttraumatische Belastungsstörungen und Anpassungsstörungen);
    • Systematische Qualifizierung und Begleitung von Paraprofessionellen und Ehrenamtlichen;

Verbandsweite Vernetzung der Projektstandorte und des Bundesverbandes sowie mit der EU:

    • Entwicklung einer kohärenten Strategie zur Behandlung von Folteropfern im Sinne der EU-Menschenrechtsforderungen auf Bundesebene;
    • Nutzung aller Ressourcen aus anderen menschenrechtsrelevanten Rotkreuzbereichen, besonders auch aus der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung;
    • Vernetzung mit bestehenden europäischen Rotkreuznetzwerken im Migrations- und Menschenrechtsbereich (PERCO, PSP, etc.);
    • Bereitstellung des wissenschaftlichen und praktischen Know Hows des kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungsaustauschs des DRK für die Menschenrechtspolitik der EU;
    • Öffentlichkeitswirksame Sensibilisierung gegen Folter und Multiplikatorenwirkung des DRK als Menschenrechtsorganisation des EU-Mitgliedsstaats Deutschland.

Adressaten sind die Traumatisierten selbst, deren Situation verbessert werden soll und für deren Behandlung der ganzheitliche Ansatz entwickelt wird, sowie die Mitarbeiter in den beteiligten Behandlungszentren, deren Tätigkeiten miteinander verknüpft werden, außerdem andere Beteiligte (Ehrenamtliche, Nachbarn), deren Tätigkeiten ihren systematischen Platz im therapeutischen Verlauf bekommen. Da die Maßnahme kooperativ angelegt ist, sind alle Beteiligten zugleich Ressource-Personen und Nutzer der Maßnahme. Durch die systematische Einbeziehung von mehreren Standorten wird die Zahl der Fachleute erhöht.

Weitere Informationen finden Sie in der Kurzdarstellung des DRK (WORD-Format), unter www.trauma-netz.drk.de oder über den Projektträger: Deutsches Rotes Kreuz - Generalsekretariat, Team 44, Dr. Manfred Mohr, E-Mail: mohrm(at)drk.de , Tel.: 030/85404-121, Fax: 030/85404-451, Carstennstraße. 58, 12205 Berlin.